Für wen sind wir da?
Geschlechterbasierte Gewalt ist ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft. Als Frauenhaus bieten wir allen gewaltbetroffenen Frauen Schutz.
Das bedeutet alle Personen, die sich als Frauen definieren (das beinhaltet transgender Frauen und cisgender Frauen). Auch non-binäre oder intergeschlechtliche Personen die von patriarchaler, häuslicher oder Partnerschaftsgewalt betroffen sind, sind bei uns willkommen, wenn sie sich mit diesem Projekt identifizieren können.
Alle Kinder gewaltbetroffener Frauen, auch Jungen bis zum 18. Lebensjahr, dürfen mit ihrer Mutter im Frauenhaus wohnen. Haustiere können leider nicht aufgenommen werden.
Es wäre gut, wenn du diese Sachen ins Frauenhaus mitbringst
Pässe/Ausweise
Urkunden [z.B. Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Sorgerechtsbescheide usw.]
Krankenversicherungskarten
Jobcenterbescheide
Bescheide der Ausländerbehörde
Impfpässe, U-Hefte
Mutterpass
Arbeitsvertrag, Arbeitserlaubnis
Aufenthaltsberechtigung
Mietvertrag oder Name und Anschrift des Vermieters
Kontounterlagen
Bargeld, Schmuck, Wertsachen
Kleidung
Schulsachen
Medikamente
Wohnungsschlüssel
Kinderwagen
Babyflaschen, Windeln, Babynahrung
Kuscheltiere und einige Spielsachen
Was du nicht mitbringen kannst
Haustiere
Möbelstücke
Küchenutensilien
Waffen
Pornographisches Material
Drogen, Alkohol, Cannabis, Nicht-verschriebene Medikamente
Das Leben im Frauenhaus
Das Frauenhaus ist eine Schutzeinrichtung für gewaltbetroffene Frauen (der Begriff umfasst Cisgender- und Transgender-Frauen) und ihre Kinder (egal welchen Geschlechts) bis 18 Jahre.
Einzelfallabhängig bieten wir auch Schutz für non-binäre oder intergeschlechtliche Personen an.
Die Alltagsorganisation und der Erhalt des Frauenhauses beruht auf der Mitverantwortung jeder Person, die das Haus bewohnt, für sich, die Kinder, die Jugendlichen, die übrigen Mitbewohnenden und dem Haus an sich. Neben Unterkunft, Beratung, Begleitung zu Terminen, Ausflügen und Freizeitaktivitäten bietet das Frauenhaus auch einen Spendenkeller für die, die mit wenigen oder keinen Sachen (wie z.B. Kleidung, Schuhen oder Spielsachen) kommen. Das Autonome Frauenhaus stützt sich auf partizipative Mitverantwortlichkeit der Bewohnenden, um die Sicherheit und Sauberkeit im Haus zu erhalten.
Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Nationalitäten, Herkunftsgesellschaften, Traditionen, Vorstellungen, Erwartungen und Vorurteilen treffen im Frauenhausalltag aufeinander. Das Alter der Bewohnenden erstreckt sich von 1 Tag bis über 70 Jahre. Bildungsvielfalt, verschiedene Lebensentwürfe, sowie ganz unterschiedliche Bewältigungsstrategien und persönliche Ambivalenzen prägen den Alltag und stellen eine kontinuierliche Herausforderung im Zusammenleben dar.
Eine gute Atmosphäre im Frauenhaus trägt wesentlich dazu bei, dass Alle sich sicher und in der Lage fühlen, das Haus an Wochenenden und über Nacht eigenständig zu verwalten. Es ist die Aufgabe der Bewohnenden, alle Belange des Hauses außerhalb der Dienstzeiten der Mitarbeiterinnen zu regeln. Dabei können sie aber jederzeit auf den 24h-Bereitschaftsdienst der Mitarbeiterinnen zurückgreifen. Durch die Gruppenstärke im Haus wird die Verantwortlichkeit jeder_jedes Einzelnen gefordert und gefördert. Die Frauen im Frauenhaus unterstützen sich gegenseitig, egal welche Kultur, Religion, Sprache, Alter, körperliche Einschränkung, sexuelle Orientierung oder Nationalität sie haben.
Ein Zuhause ohne Gewalt!
Sicherheit
Rund um die Uhr erreichbar — Das Frauenhaus bietet jederzeit, bei Tag und bei Nacht Hilfe und Schutz an.
Der Schutz der Bewohnenden ist das wichtigste Ziel des Autonomen Frauenhauses. Dies gewährleisten wir räumlich durch die 24h- Aufnahmemöglichkeit an 7 Tagen in der Woche an 365 Tagen im Jahr, sowie durch eine Sicherheitsanlage in Kooperation mit der Polizei, Hansaalarm und dem Lübecker Wachunternehmen.
Außerdem wird die Sicherheit aller Bewohnenden durch die Geheimhaltung der persönlichen Daten und die Installierung von individuellen Sicherheitsplänen nach Gefährdungseinschätzungen durch die Mitarbeiterinnen, Polizei und Kooperationspartner_innen geboten.
Das Frauenhaus kann bei Tag und bei Nacht unter der 0451-66033 telefonisch erreicht werden.
So kannst du dich schützen, wenn du in ein Frauenhaus gehst
Erzähle keinen Außenstehenden davon, dass du (und deine Kinder) ins Frauenhaus ziehen.
Gib keinen Leuten die Adresse des Frauenhauses weiter.
Schalte deinen Standort am Handy aus, bevor du losfährst.
Poste keine Videos oder Bilder vom Frauenhaus auf Social Media.
Solltest du den Verdacht haben, dass eine Art „Spy-Software“ (ein Programm dass deine Handy ausspioniert) auf deinem Handy installiert wurde, schalte es aus, bevor du ins Frauenhaus kommst, oder nimm es erst gar nicht mit.
Löschen der Browser-History
Im Surfverlauf merken sich Webbrowser die zuletzt besuchten Webseiten. Dort kann erkannt werden, welche Seiten auf dem Browser zuletzt geöffnet wurden. Aber auch andere könnten den Surfverlauf ausspähen.
Ein sorgfältiger Umgang und regelmäßiges Löschen ist daher ratsam und trägt zum Schutz bei.
Video-Anleitungen zum Löschen der History – bitte wählen Sie Ihren Browser. Surfverlauf löschen und verwalten in:
Quelle: http://www.verbraucher-sicher-online.de/artikel/surfverlauf-im-browser-loeschen-und-verwalten