Jin, Jiyan, Azadi – Frauen, Leben, Freiheit über Grenzen hinweg.
Vortrag & Diskussion
15. Oktober 2026 · 17:00 Uhr
ZKFL König Str. 42 23552 Lübeck
Zwei Stimmen, verschiedene Kontexte, gemeinsame Fragen
Was bedeutet es, als Frau in Afghanistan, Iran oder Kurdistan für Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechte einzustehen?
Welche politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen prägen das Leben von Frauen heute?
Welche Formen von Widerstand und Solidarität entstehen – und was können wir von den Frauen lernen, die trotz Repression ihre Stimme erheben?
Zu diesem besonderen Vortrag laden wir dazu ein, zuzuhören, hinzusehen und gemeinsam zu verstehen.
Im Mittelpunkt stehen die Lebensrealitäten und politischen Erfahrungen afghanischer, iranischer und kurdischer Frauen. Ihre Geschichten sind unterschiedlich und doch miteinander verbunden: durch den Kampf gegen Unterdrückung, durch den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben und durch den Mut, für Freiheit und Gleichberechtigung einzustehen
Mit:
Paniz Musawi Natanzi
Feminismus, Revolution und politische Macht in Afghanistan Paniz Musawi Natanzi ist interdisziplinäre feministische Wissenschaftlerin und Autorin. Sie forscht zu Arbeit, Migration, Krieg, globaler Politik sowie visuellen und literarischen Kulturen mit Schwerpunkt auf Afghanistan und seinen transnationalen Verflechtungen.
Paniz Musawi Natanzi beleuchtet die Geschichte und Gegenwart feministischer Bewegungen in Afghanistan. Sie fragt, wie Frauenorganisationen, Feminismen und staatliche Macht miteinander verbunden sind und welche Handlungsspielräume feministische Arbeit angesichts von Krieg, Repression und globalen Machtverhältnissen eröffnet.
und
Rosa Burç
ist politische Soziologin und arbeitet am DeZIM-Institut in Berlin. Sie forscht zu Gewalt, Erinnerung und Widerstand, transnationalen Solidaritäten sowie Protestbewegungen in Kurdistan. Ihre Dissertation wurde 2025 von der American Political Science Association ausgezeichnet.
„Jin, Jiyan, Azadî“ – eine Geschichte des Widerstands
Rosa Burç zeichnet die Geschichte des Slogans „Jin, Jiyan, Azadî“ nach – von der kurdischen Frauenbewegung über die Revolution in Rojava bis zu den Protesten im Iran. Sie fragt, wie Ideen von Widerstand und Befreiung über Grenzen, Sprachen und Bewegungen hinweg weitergegeben, übersetzt und angeeignet werden.
