Feministischer Streiktag am 9.März 2026
Wir haben gestreikt!
Es wurde 2026 erstmalig bundesweit von zwei unterschiedlichen Gruppen, Enough! und dem Töchterkollektiv, zu einem solidarischen FLINTA-Streik aufgerufen, dem wir als Frauenhaus gefolgt sind.
Warum wir gestreikt haben: Struktureller Sexismus, Misogynie, Trans- und Homofeindlichkeit sind, wie viele weitere Diskriminierungsmechanismen, in unserer Gesellschaft tief verankert. Wir wollten am 9.März ein Zeichen setzen und aufzeigen, dass die Arbeit von FLINTA-Personen, ob bezahlt oder unbezahlt, essentiell zur Aufrechterhaltung des täglichen Lebens, der Wirtschaft und der privaten Fürsorge beiträgt, jedoch oft wenig Anerkennung findet. Als Vorbild diente der isländische Frauen*-Streik von 1975, an dem 90% der Frauen* in Island sich versammelt und protestiert haben.
Wie wir gestreikt haben: Wir sind Teil der Vernetzung zum 8.März/25.11. in Lübeck, und haben gemeinsam am Soli-Zentrum und in der Walli einen „Crowd-Care“-Bereich organisiert und bespielt. Wir haben unterschiedliche Räume mit diversen Angeboten für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien zu Verfügung gestellt. Zusätzlich gab es eine Küfa (Küche für alle) wo warmes Essen, Snacks und Getränke angeboten wurden. Mit diesen Angeboten wollten wir es Frauen* und weiblich sozialiesierten Personen, die die Mehrheit der unbezahlten Care-Arbeit in unserer Gesellschaft leisten, die Möglichkeit bieten zu Streiken. Es gab Kinderbetreuung und das Kochen wurde übernommen. Außerdem gab es Raum zu entspannen und sich miteinander solidarisch auszutauschen.
FLINTA steht für Frauen, Lesben, Inter-Personen, Nonbinäre Menschen, Trans-Personen und Agender-Menschen – alle auf unterschiedliche Weise von patriarchaler Diskriminierung betroffen.
